Finanztester der Stiftung Warentest haben 20 Kreditinstitute auf ihre Beratungskompetenz bei einer Baufinanzierung getestet. Das Ergebnis ist erschreckend, mehr als ein Viertel der 140 Beratungen im Test brachten ein mangelhaftes Ergebnis. Kunden erhielten oft eine zu hohe Kreditsumme, die Angaben zu den angebotenen Krediten fielen zu spärlich aus und oft gab es keine oder nur lückenhafte Finanzierungspläne.
Viele Berater hätten die vorhandenen Eigenmittel nicht ausreichend berücksichtigt, heißt es im Testergebnis. So müssten die Kunden mehr Kreditzinsen zahlen als nötig. Sehr ärgerlich sei auch, dass mehr als die Hälfte der Berater die günstigen Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verschwieg. Der Zinssatz dieser Darlehen liegt durchschnittlich unter den angebotenen Bankangeboten. Somit zahlten die Kunden für einen Teil ihres Darlehens zu viel Zinsen.
Darüber hinaus seien die Kunden schlecht über die Konditionen ihres Kredites aufgeklärt worden. Jeder vierte Berater nannte den Effektivzins nicht, der die wichtigsten Kreditkosten enthält und für den Vergleich von Angeboten entscheidend ist. Nicht einmal jeder zweite Berater druckte seinen Kunden einen Tilgungsplan aus. Auch das Risiko steigender Zinsen am Ende einer Zinsbindung sei kein Thema gewesen.
Die detaillierten Testergebnisse mit Siegern und Verlierern finden Sie bei
Stiftung Warentest online . (
sl)
Weitere Informationen:
Stiftung Warentest online
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