23.03.2004

Falschgeld bleibt oft unerkannt

Falschgeld aus Bulgarien und Litauen hat heute eine so gute Qualität erreicht, dass es selbst von deutschen Geschäftsbanken nicht immer erkannt wird. Dies berichtet das ARD-Wirtschaftsmagazins plusminus. Sogar einige Geldzählmaschinen im Kassenbereich der Banken, erkennen bei einem plusminus-Test die neuen 100 Euro-Blüten nicht. Eigentlich sind Zählmaschinen mit speziellen Vorrichtungen versehen, die die Sicherheitsmerkmale der Noten während des Zählvorgangs prüfen. Nicht alle Banken seien technisch auf dem neuesten Stand, beklagt ein Mitarbeiter des Bayerischen Landeskriminalamts.

Opfer der Falschgeldmafia sind derzeit oftmals Apotheken oder Reformhäuser. Wer sich auf den UV-Test oder auf einen im Handel erhältlichen Stift verlässt, mit dem angeblich Falschgeld erkannt werden kann, hat keine Chance die Blüten zu erkennen. Wenn das Falschgeld vom Händler an Kunden wieder herausgegeben wird, könne es auch in die Hände von Endverbrauchern geraten. Den Schaden hat derjenige, bei dem die Fälschung entdeckt wird.

Die Polizei empfiehlt die gleichzeitige Überprüfung mehrerer Sicherheitsmerkmale. Einer der wenigen Fehler des neuen falschen Super-Euro ist der fehlende Farbwechsel beim Kippeffekt. Beim echten 50-Euroschein wechselt die Farbe der großen Wertzahl rechts unten von Purpurrot zu Olivgrün oder Braun. Beim falschen Fünfziger bleibt sie Purpurrot.

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