Die Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Unternehmer e.V. (ASU) hat ihre Mitglieder gebeten, ihre Hausbank hinsichtlich der Kriterien Mittelstandsorientierung, Betreuungsqualität und wettbewerbsfähige Konditionen zu bewerten. Das Ergebnis lässt darauf schließen, dass es die deutschen Großbanken mit dem Mittelstand nicht gut meinen.
Jedenfalls ist die Mehrheit der ASU-Unternehmer mit den Leistungen der Großbanken nicht zufrieden. In der Gesamtwertung nehmen die Deutsche Bank (Note 3,8) und die Dresdner Bank (3,63) die letzten Plätze (6. und 7.) ein. Die Commerzbank schaffte es auf Platz 4 (Note 3,04). Die Sparkassen und die Genossenschaftsbanken – beide mit der Note 2,92 – belegen dagegen die vorderen Plätze.
Die Großbanken erhielten aber nicht nur schlechte Bewertungen. Die Umfrage hat gezeigt, dass vor allem große Firmen mit Umsätzen über 10 Mio. Euro die Arbeit von Deutscher und Dresdner Bank zu schätzen wissen. Umso weiter sich der Unternehmensumsatz von der 10-Mio.-Grenze entfernte, umso schlechter wurden allerdings auch die Bewertungen. Die Großbanken seien deswegen aber längst keine Institute ohne jede Mittelstandsaffinität. Es handele sich eher um Banken für den gehobenen Mittelstand, so die ASU in ihrer Auswertung.
Im Gegensatz zu den Großbanken konnten die Sparkassen bei allen befragten Unternehmen punkten. Bei der ewigen (2003 bis 2005) Rating-Siegerin Sparkassen kommt es zu kaum
erheblichen Differenzierungen bei den Bewertungen von Unternehmen der verschiedenen Umsatzgrößen. Allerdings sei bei den Sparkassen ein Verlust an Attraktivität zu verzeichnen.
Im Gegensatz zur Vorjahresbefragungen wurden sie von den Unternehmern in allen Bereichen geringfügig schlechter benotet, was die ASU zu der Vermutung veranlasste, dass die Sparkassen nicht anders, sondern nur verzögert auf die veränderten Bedingungen am Kapitalmarkt reagierten.
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