Nur wer mehr spart, als es die meisten Menschen heute tun, wird sich im Alter so viel leisten können wie als Berufstätiger. Das ist die Kernaussage des Rentenversicherungsberichts, den Franz Müntefering (SPD) heute in Berlin vorstellte. „In Zukunft wird der erworbene Lebensstandard nur erhalten bleiben, wenn die finanziellen Spielräume des Alterseinkünftegesetzes und die staatliche Förderung der privaten Vorsorge (Riesterrente) genutzt werden, um eine private Vorsorge aufzubauen“, heißt es dort. Der Bericht stellt nach Modellrechnungen Prognosen für die Entwicklung der Altersvorsorge in Deutschland bis zum Jahr 2019 auf, berichtet die Wirtschaftswoche.
So soll der Rentenversicherungsbeitrag im Jahr 2007 auf 19,9 Prozent (heute: 19,5 Prozent). Dieser Wert soll bis 2012 gehalten werden. Danach soll der Beitragssatz für die Rentenversicherung wieder fallen. Für das Jahr 2013 werden 19,6 Prozent angenommen, bis 2019 soll der Beitrag auf 19,4 Prozent gesenkt werden.
Bereits bis zum Jahr 2009 soll sich das Rentenniveau deutlich verringern. Ein Arbeitnehmer, der dann in Rente geht, kann nur noch mit 49,9 Prozent Durchschnittseinkommen (nach Abzug von Steuerabgaben, aber vor Steuern) rechnen. Heute sind es noch 52,2 Prozent. Bis 2030 soll das Rentenniveau nur noch 43 Prozent betragen.
Damit ergibt sich in Modellrechnungen eine Bruttostandardrente von 1.176 Euro für das laufende Jahr. 2008 steigt der Wert auf 1.180 Euro, im Jahr 2014 auf 1.263 Euro. Für 2019 wird eine Bruttostandardrente von 1.414 in Aussicht gestellt. Das Sinken des gesetzlichen Rentenniveaus kann durch die private Vorsorge abgefedert werden. Wer im Jahr 2010 in Rente geht, kann sich als „Standardrentner“ bis dahin im besten Fall 33 Euro pro Monat zusätzlich an Riesterrente zusammensparen. Bis 2019 sind 110 Euro im Monat möglich. Dies entspräche einem Sicherungsniveau von insgesamt 49,9 Prozent, knapp drei Prozent weniger als ein Rentner heute mit der gesetzlichen Rente allein bekäme.
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