Die Postbank konnte im Geschäftsjahr 2005 ihr Vorsteuerergebnis um 11 Prozent auf 719 Millionen Euro verbessern. Der Jahresüberschuss stieg um 13 Prozent auf 492 Millionen Euro. Für das Jahr 2008 kündigte der Konzern eine Eigenkapital-rentabilität vor Steuern von mindestens 20 Prozent an.
Des Weiteren gewann die Postbank im letzten Jahr knapp 700.000 neue Kunden hinzu und führte damit Ende 2005 4,6 Millionen private Girokonten. Besonders erfolgreich verlief der Bereich Altersvorsorge. So wuchs das Neugeschäft der "Riester-Rente" um 270 Prozent auf eine Beitragssumme von 235 Millionen Euro. Insgesamt konnte die Postbank von Juli bis Dezember 2005 rund 14.000 Altersvorsorgekonten eröffnen.
Das Neugeschäft im Fondsbereich stieg gegenüber dem Vorjahreswert um 16 Prozent auf 1,69 Milliarden. Der Marktanteil im Spargeschäft konnte von 5,1 auf 5,3 Prozent verbessert werden. Das Privatkreditgeschäft baute die Postbank um 32 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro aus. Das größte Wachstum in diesem Bereich verzeichnete die private Baufinanzierung.
Die Postbank soll vor allen durch den Kauf der BHW noch deutlich profitabler gemacht werden. Die Integration der Bausparkasse sei das absolute Top-Thema 2006, meint Vorstandschef Wulf von Schimmelmann. Allerdings müssten dadurch auch Arbeitsplätze gestrichen werden, da derzeit viele Stellen doppelt besetzt seien. Entlassungen will das Unternehmen aber vermeiden. Die erforderlichen organisatorischen Maßnahmen sollen in den nächsten Wochen mit dem Sozialpartner verhandelt werden.
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