Die Verbraucher sind in Bezug auf ihre
persönlichen Risiken nicht ausreichend abgesichert. Insbesondere die
vom Staat kaum noch finanziell abgesicherte Berufsunfähigkeit (BU)
wird von den meisten Verbrauchern nach Ansicht von Finanzexperten nur
unzureichend privat versichert. Auch Pflege- und
Krankenzusatzversicherungen werden selten abgeschlossen. Das ist ein
Ergebnis aus der aktuellen Herbst-/Winterstudie 2005/06 der
Finanzberatungsgesellschaft Plansecur.
Obwohl Verbraucherschützer ständig auf die Bedeutung einer
BU-Versicherung hinweisen, wird dies von den Verbrauchern kaum
beherzigt: Nur sieben Prozent der Finanzexperten sind der Meinung,
dass die Verbraucher im Falle einer eintretenden Berufsunfähigkeit
finanziell ausreichend abgesichert sind. "Neben der privaten
Haftpflichtversicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung eine
der wichtigsten Versicherungen. Diese private Zusatzversicherung
benötigt jeder Berufstätige, der auf sein Einkommen angewiesen ist",
weist Plansecur-Geschäftsführer Johannes Szcepan auf die
Notwendigkeit einer Absicherung hin. Das Risiko berufsunfähig zu
werden ist immens: Fast ein Viertel jedes Jahrgangs kann wegen
gesundheitlicher Probleme irgendwann nur noch eingeschränkt oder gar
nicht mehr arbeiten. Häufige Gründe dafür sind psychische Krankheiten
sowie Rückenerkrankungen.
Relativ gut abgesichert sind die Verbraucher bei einer Invalidität
aufgrund eines Unfalls: 42 Prozent der Befragten glauben, dass die
Verbraucher gegen dieses Risiko ausreichend versichert sind. Nur 24
Prozent der befragten Finanzexperten sind hingegen der Ansicht, dass
die Verbraucher in genügendem Maße gegen das Todesfallrisiko
abgesichert sind - im Vergleich zur Plansecur-Frühjahrsstudie ein
Rückgang von fünf Prozentpunkten.
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