Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), die GLS Bank sowie die KfW Bankengruppe haben ein Pilotprojekt gestartet, das Gründern und jungen Unternehmern mit geringem Kapitalbedarf eine bessere Förderung gewährleisten soll. Der neue Mikrofinanzfonds Deutschland soll diesen Personen einen besseren Zugang zu kleinvolumigen Darlehen ermöglichen. Die Verträge für das Projekt, mit dem bundesweit Mikrofinanzierungen gefördert werden, wurden von den Partnern in Frankfurt unterschrieben. Der Fonds umfasst zunächst ein Volumen von insgesamt 2 Mio. EUR, jeder Projektpartner ist mit 500.000 EUR engagiert.
Der Mikrofinanzfonds arbeitet wie ein Garantiefonds und nimmt Banken, die an Existenzgründer und junge Unternehmen Mikrokredite von bis zu 10.000 EUR mit kurzen Laufzeiten (ca. 2 Jahre) vergeben, das Kreditausfallrisiko vollständig ab. Die Vergabe eines Kleinstkredits wird dabei eng mit der
Gründungs- und Unternehmensberatung verknüpft. Dazu bindet der Fonds bestehende private und öffentliche Beratungseinrichtungen ein. Diese müssen sich zuvor vom Deutschen Mikrofinanz Institut akkreditieren lassen.
Die Betreuung durch einen Berater soll dafür sorgen, dass Erfolg versprechende Geschäftsideen identifiziert und den Banken zur Kreditvergabe empfohlen werden. Ferner muss sich die Beratungseinrichtung am Ausfallrisiko des Kredites beteiligen. Sie übernimmt 20 Prozent der Haftung der von ihr empfohlenen Mikrokredite. Deshalb hat sie ein wirtschaftliches Interesse, nur aussichtsreiche Fälle zu vermitteln. Gleichzeitig reduzieren sich durch die Beteiligung eines Beraters die Kosten der Kreditbearbeitung bei der Bank, da er bei der Kreditvergabe, der laufenden Betreuung sowie der eventuellen Schadensverfolgung eingebunden ist.
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