Die gegenwärtige Baukonjunktur wird zu einem großen Teil vom Wirtschaftsbau sowie vom Tiefbau getragen, während der private Wohnungsbau nicht mitzieht. Die Neubauquote sank auf ihren tiefsten Wert seit Beginn der Berechnung im Januar 1998. Nur noch 37,1 Prozent der im Rahmen des KfW Wohneigentumsprogramms geförderten Kreditnehmer planten einen Neubau oder den Erwerb eines neuen Eigenheims.
Die Autoren des aktuellen KfW-Indikators Eigenheimbau machen in erster Linie Sonderfaktoren dafür verantwortlich, die über die konjunkturelle Erholung hinausweisen. Die endgültige Abschaffung der Eigenheimzulage und die anstehende Erhöhung der Mehrwertsteuer haben dazu geführt, dass im vergangenen April noch ein Dreißigmonatshoch im Wohnungsbau zu verzeichnen war. Die Bauherren haben anstehende Planungen rasch umgesetzt, so dass nun ein Auftragsloch erwartet wird. Besonders die stagnierenden Realeinkommen und die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit dürften den Eigenheimbau auch im folgenden Jahr dämpfen, heißt es in der Studie weiter.
Die KfW Bankengruppe berechnet den KfW-Indikator Eigenheimbau vierteljährlich. Er zeigt mit einem Informationsvorsprung von rund drei Monaten vor der amtlichen Statistik an, wie sich der Eigenheimbau entwickeln wird.
Tipps der Redaktion:
Verwandte Artikel
Tags