Die im Haushaltsplan 2006 vorgesehene Nettokreditaufnahme von 38,2 Mrd. Euro könnte "deutlich unterschritten“ werden, schätzt das Bundesfinanzministerium (BMF).
Grund sind die gestiegenen Steuereinnahmen von Bund und Ländern.
Wie aus dem BMF-Monatsbericht für den September hervorgeht, lagen sie im August 2006 um 5,6 Prozent höher als im Vorjahr auf 31,83 Mrd Euro. Der Bericht vergleicht das Steueraufkommen von Januar bis August 2006 mit dem Vorjahreszeitraum.
Die Länderhaushalte haben stärker profitiert: Sie legten um 7,4 Prozent zu, während die Einnahmen des Bundes nur um 1,8 Prozent stiegen. Dieser geringere Wert sei laut BMF einerseits höheren EU-Abführungen geschuldet. Andererseits seien die Einnahmen aus reinen Bundessteuern um 2,1 Prozent auf 6,61 Mrd Euro gesunken, was das BMF mit "Sorge" betrachtet.
Die gute Steuerentwicklung ist hauptsächlich auf den wirtschaftlichen Aufschwung zurück zu führen. So haben sich die Lohnsteuerzahlungen um 4,0 Prozent auf 9,556 Mrd. Euro erhöht. Die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer liegen um rund 800 Mio. Euro höher als im August des vergangenen Jahres, und auch die Steuern auf Dividendenausschüttungen der Kapitalgesellschaften haben in diesem Jahr 475 Mio. Euro mehr eingebracht als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, was einer Steigerung um 19 Prozent entspricht.
Tipps der Redaktion:
Verwandte Artikel
Tags