Die Analysten der Commerzbank zeigten sich letztes Wochenende mit der Lage an den Aktienmärkten zufrieden. Während der Dow Jones sein
historisches Hoch inzwischen fest im Visier hat, kratzt der DAX
erstmals seit vier Monaten wieder an der Marke von 6.000 Punkten.
Unterstützung kam vor allem von der Zinsseite, nachdem die
amerikanische Notenbank erwartungsgemäß ihre Zinsen auf der jüngsten
Sitzung unverändert gelassen und damit offenbar eine Zinspause
eingeläutet hat.
Gleichzeitig bestätigen die jüngsten Daten, dass die
Zeichen klar auf konjunktureller Abschwächung stehen. Das gilt für
die USA, aber zunehmend auch für Europa und besonders für
Deutschland. So hat sich, gemessen am ZEW-Indikator, die Stimmung
unter deutschen Analysten im September erneut deutlich
verschlechtert, nicht zuletzt wegen der näher rückenden Erhöhung der
Mehrwertsteuer, aber auch wegen abnehmender Impulse vom Außenhandel
und der weniger expansiven Zinspolitik der EZB.
Solange die Beruhigung der Konjunktur sanft verläuft und die
Hoffnung auf erste Zinssenkungen im kommenden Jahr in Amerika nährt,
bleiben die Bedingungen an den Aktienmärkten grundsätzlich gut, so die Commerzbank. Bei Renten und anderen festverzinslichen Papiere soll das Umfeld den Analysten zufolge auch in nächster Zeit
günstig bleiben. Bis zum nächsten Frühjahr wird mit nachgebenden Renditen
am amerikanischen Markt gerechnet, denen der europäische Markt folgen
dürfte. Die Anlageexperten der Commerzbank empfehlen deshalb privaten
Anlegern wieder etwas längere Laufzeiten von bis zu vier Jahren.
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