Der Gesetzesentwurf zur Unternehmenssteuerreform ist heute vom Bundeskabinett verabschiedet worden. Der aus dem Bundesfinanzministerium stammende Entwurf war bis zuletzt von mehreren Seiten kritisiert worden. Kernstück der Unternehmenssteuerreform ist die Absenkung der Steuerlast für Unternehmen von derzeit 38,6 Prozent auf unter 30 Prozent.
Wie der Deutschlandfunk berichtet, dementierte Finanzminister Peer Steinbrück Meldungen, wonach Kanzlerin Merkel und Wirtschaftsminister Glos Bedenken gegenüber dem Entwurf geäußert hätten. Wie der Sender weiter berichtet, rechnet Bundeskanzlerin Merkel nach eigenen Worten mit Änderungen für die Bereiche Forschung und Entwicklung im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens. Auch Wirtschaftsminister Glos wird mit Nachbesserungsforderungen für den Mittelstand zitiert.
Die Unternehmenssteuerreform soll 2008 in Kraft treten und dafür sorgen, dass Firmen wieder vermehrt Steuern in Deutschland zahlen. Schätzungen zufolge soll die Reform insgesamt Einnahmeausfälle von 6,5 Mrd. Euro allein im ersten Jahr verursachen.
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