Im Bieterverfahren um die Landesbank Berlin (LBB) haben neun potenzielle Käufer ein Angebot abgegeben. Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, sind der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die BayernLB, die WestLB, die HypoVereinsbank (HVB) sowie die Private-Equity-Firmen JC Flowers, Lonestar und Cerberus im Rennen. Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller ließ verlauten, dass auch sein Institut noch dabei sei.
Bis gestern hatten Interessenten Zeit, dem Land Berlin ein Kaufangebot für den 81-Prozent-Anteil an dem Institut zu unterbreiten, von dem sich das Land gemäß einer EU-Auflage trennen muss. Aus Finanzkreisen ist zu hören, dass die Gebote jeweils um die 4 Mrd. Euro liegen werden.
Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin sagte, er sei erfreut über das große Interesse der Marktteilnehmer. Die Bank UBS, die das Land Berlin berät, wird nun darüber entscheiden, welche Bieter weiter am Verfahren teilnehmen. Im nächsten Schritt würde die LBB den potenziellen Investoren Zugang zu den Datenräumen gewähren. Ob am Ende aber überhaupt ein Verkauf im Bieterverfahren stattfinden wird, ist laut Finanzsenator Sarrazin noch nicht klar. Das Land bereitet als Alternative weiterhin die Platzierung ihres Anteils an der Börse vor.
Tipps der Redaktion:
Verwandte Artikel
Tags