Deutsche Anleger sind im Falle einer Krise ihrer Bank in der Regel gut abgesichert, berichtet die Financial Times Deutschland (FTD). So sind Ersparnisse bis 20.000 Euro zu 90 Prozent durch das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG) abgesichert. Darüber hinaus haben sich die Banken zu einer Einlagensicherung verpflichtet, die je nach Sektor unterschiedlich funktioniert.
Sparkassen und Genossenschaftsbanken zum Beispiel sind an sogenannte Einlagensicherungssysteme angeschlossen, die Insolvenzen von vornherein verhindern. „Die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) schützt stets zu 100 Prozent und ohne betragliche Begrenzung“, sagt Melanie Schmergal vom BVR.
Das Sicherungssystem der Sparkassen sieht vor, dass ein kriselndes Institut von anderen geschützt wird. Dies kann durch Zuschüsse und Darlehen geschehen. Für den Fall, dass diese nicht ausreichen, greift ein Fonds der Landesbanken und Girozentralen, bei denen eine sogenannte Sicherungsreserve vorgehalten wird. Sollten diese Reserven erschöpft sein, setzt ein überregionaler Ausgleich aller Sparkassenstützungsfonds ein. Für Ansprüche, die vor dem 18. Juli 2005 entstanden sind, gilt darüber hinaus die Gewährträgerhaftung durch die öffentlichen Gebietskörperschaften wie Länder, Landkreise und Städte, so die FTD.
Etwas anders sieht es allerdings bei Privatbanken aus. Bei ihnen liegt die Sicherungsgrenze bei 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals des jeweiligen Instituts. „Für die Deutsche Bank sind das zum Beispiel rund 7,6 Mrd. Euro“, erklärt Heiner Herkenhoff vom Bundesverband deutscher Banken. Einlagen jedes einzelnen Kunden bis zu dieser Höhe seien somit durch den Sicherungsfonds gedeckt, den die Mitglieder speisen.
Zu bedenken ist jedoch, dass zwar die „überwiegende Mehrzahl“, allerdings nicht jede private Bank an diesem Sicherungsfonds beteiligt sei, so die FTD. Ob das Institut, dem man sein Erspartes anvertraut hat, dem Sicherungsfonds angehört und wie hoch die Sicherungsgrenze ist, erfahren Kunden auf der Internetseite des Bankenverbands.
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