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26.09.2007
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Deutsche planen ihre Finanzen oft ohne die Bank
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Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics AG plant rund die Hälfte der Deutschen ihre Finanzen lieber selber - und ohne die Hilfe von professionellen Beratern.
So hat bis jetzt erst gut jeder zweite Bundesbürger (57 Prozent) zusammen mit seiner Bank oder einem anderen Finanzdienstleister schon einmal eine umfassende Finanzplanung durchgeführt. Und lediglich 29 Prozent haben sich bislang mehr als nur einmal ausführlich zu ihrer aktuellen und zukünftigen finanziellen Situation beraten lassen; ebenso wenige Bankkunden erwarten von ihrer Bank ausdrücklich, dass diese alle fünf Jahre eine Finanzplanung mit ihnen durchführt. Die Bereitschaft, für eine objektive Finanzplanung eine Beratungsgebühr zu bezahlen ist zudem gering.
Die Ursachen für die fehlende Inanspruchnahme einer professionellen Finanzplanung und die bisweilen ausgeprägte Skepsis der Bundesbürger einer solchen gegenüber sind vielfältig – und nicht selten psychologischer Natur, so das Beratungsinstitut.
Teils mangelt es an einem erwünschten Anstoß von außen, teils bestehen Ängste, es könnten „Versorgungslücken“ sichtbar werden, die nicht mehr zu schließen sind oder aber man hat das unangenehme Gefühl, nach der Finanzplanung zum Abschluss von Finanzprodukten bei der beratenden Bank verpflichtet zu sein. Oft fehlt auch die grundsätzliche Bereitschaft, den Beratern alle Geldanlagen und Versicherungen offen zu legen. Nur knapp jeder zweite Befragte (46%) ist hierzu ohne größere Einschränkung bereit, so das Ergebnis der Studie.
Und schließlich ist auch die Qualität der angebotenen Finanzplanung selbst optimierbar. Lediglich 38 Prozent aller bislang von den Finanzdienstleistern in Form einer umfassenden Finanzplanung beratenen Bundesbürger beurteilen diese im nachhinein als „ausgezeichnet“ bzw. „sehr gut“. Gerade Nichtbanken und Direktvertriebe werden diesbezüglich besonders kritisch beurteilt, findet die Studie mit dem Titel „Kundenmonitor Banken 2007“ heraus.
Trotz vorhandener Ängste, Widerstände und Kritik schließen rund 60 Prozent der Bankkunden für die Zukunft nicht aus, Finanzplanungsangebote ihrer Bank anzunehmen. Immerhin jeder sechste Bundesbürger gibt offen zu, keinen wirklichen
Überblick über seine Finanzen und seine Absicherung zu haben. Und 44 Prozent sehen sich bisher nicht wirklich gut gegen aktuelle und zukünftige finanzielle Risiken geschützt, heißt es im Bericht des Beratungsinstituts weiter.