Geht es nach der Dresdner Bank, ist die anhaltende Börsenschwäche nicht von Dauer. Das Institut rechnet für das zweite Halbjahr 2008 mit einer
kräftigen Erholung an den internationalen Börsen. Zwar wird in den
kommenden Monaten die Volatilität an den Kapitalmärkten vorerst
weiterhin hoch bleiben. Doch wird von Sommer an ein Aufschwung auf
breiter Front einsetzen, so die Experten der Allianz-Tochter.
Ursache für diese Entwicklung sind vor allem
die Hilfsmaßnahmen in den USA (Zinssenkung der Fed, Konjunkturprogramm der US-Regierung). "Ende des Jahres 2008
werden die Aktienindizes wieder deutlich über ihren derzeitigen Werten
liegen", sagte Holger Boschke, Chief Investment Officer der Dresdner
Bank in Frankfurt. Den Deutschen Aktienindex (DAX) sieht Boschke Ende des Jahres wieder bei etwa 8000 Punkten. Die Talfahrt des Dollars wird nach Ansicht der Dresdner Bank schon
bald ein Ende haben. "Wir rechnen mit einer Bodenbildung des US-
Dollars im zweiten Quartal", sagte Boschke. Zum Jahresende soll der "Greenback" einen Stand von 1,40 Dollar für einen Euro erreichen.
Die weltweite Finanzkrise ist nach Ansicht Boschkes noch nicht
ausgestanden. Bislang habe es weltweit Wertberichtigungen in
dreistelliger Milliardenhöhe gegeben. "Weitere Abschreibungen
spätestens mit den Berichten zum ersten Quartal 2008 sind zu
erwarten und werden auch andere Bereiche erfassen", sagte der Chief
Investment Officer der Dresdner Bank. Insgesamt sollte sich aber auch
hier eine Entspannung im Verlauf des Jahres abzeichnen. Wenngleich
die Finanzmarktkrise Spuren in der weltweiten Konjunktur hinterlasse,
sollten sich die rezessiven Tendenzen in den USA dadurch nicht
nachhaltig verfestigen.
Für den Euroraum erwartet die Dresdner Bank
ein leicht rückläufiges Wachstum auf Jahressicht: 2007 war die
Wirtschaft im Euroraum um 2,7 Prozent gewachsen, 2008 werden es
nur noch 1,8 Prozent sein. "Trotz der konjunkturellen Abschwächung
sind Aktien attraktiv bewertet und bieten daher zunehmend auch
wieder Chancen für Anleger", sagte Boschke.
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