Ökofonds investieren nicht nur in grüne Geldanlagen, sondern auch in Auto-, Chemie- und Ölkonzerne. Das meldet die Stiftung Warentest als Vorschau auf ihre Aprilausgabe. Bei einem Test von Ökofonds fand die Zeitschrift FINANZtest zum Beispiel Werte von Toyota, Bayer, den Ölriesen Total und Exxon oder der Lufthansa. Bei der Bewertung schnitten nur wenige Ökofonds besser ab als der Durchschnitt herkömmlicher Fonds.
Das liegt in erster Linie an unterschiedlichen Auffassungen davon, was ökologisch, ethisch und sozial im Einzelfall bedeutet. Viele Fonds nehmen neben "echten" ökologischen Werten auch Papiere auf, die in ihrer Branche eine Vorreiterrolle spielen. Wie Lufthansa, die ihre Maschinen besser auslastet als andere Fluggesellschaften oder Toyota, die das erste serienmäßig verkaufte Hybridauto auf den Markt brachten. Ausgeschlossen ist für Ökofonds in der Regel nur in Atomkraft und Gentechnologie in der Landwirtschaft zu investieren.
Für seine April-Ausgabe untersuchte FINANZtest deshalb die besten zehn weltweit anlegenden Öko-Aktienfonds und schlüsselte ihre Kriterien auf. Außerdem wurde die Werteentwicklung von 43 Ökofonds bewertet. Dabei stellte sich heraus, dass nur wenige Ökofonds besser abschneiden als herkömmliche Fonds. Wem es um ein globales, verantwortungsvolles Investment geht, dem kann FINANZtest zwei "stark überdurchschnittliche" weltweit agierende Ökofonds empfehlen. Wer in erster Linie in erneuerbare Energien investieren möchte, wird bei Umwelttechnologiefonds fündig.
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