Der Allianz-Konzern steht derzeit ganz oben auf der Käuferliste für die Postbank, zumindest wenn es nach dem Mehrheitsaktionär Deutsche Post und wiederum deren Mehrheitsaktionär, dem Bund, geht. Wie das Handelsblatt exklusiv berichtet, habe der Münchener Finanzkonzern momentan die besten Karten für die Übernahme der kundenstärksten deutschen Privatbank. Selbst in Aufsichtsratskreisen der Postbank werde die Allianz als Käufer favorisiert.
Dem früheren Favorit des Bundesfinanzministeriums, der Commerzbank, werde vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzkrise der Kauf einer Bank vom Kaliber der Postbank nicht mehr ohne Weiteres zugetraut. Im Übrigen bestehe laut Handelsblatt die Sorge, dass die so entstehende Nummer Zwei auf dem deutschen Bankenmarkt selbst zum Ziel einer Übernahme ausländischer Investoren werden könnte.
Das die Postbank im Inland bleiben soll, gilt als so gut wie sicher. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hatte sich bereits im Februar dafür ausgesprochen, eine Alternative zur größten deutschen Bank, der Deutschen Bank, zu installieren (
banktip.de berichtete).
Mit der Dresdner Bank befindet sich zwar schon eine Privatkundenbank im mehrheitlichen Besitz der Allianz, jedoch enttäuschte das Institut den Mutterkonzern zuletzt in Sachen Rendite. Das Privatkundengeschäft der Postbank (14 Millionen Kunden) ist deutlich größer als das der Dresdner Bank. Diese Klientel ist für die Allianz insbesondere für den Vertrieb ihrer Versicherungsprodukte reizvoll. Im Falle einer Übernahme würde das Privatkundengeschäft der Dresdner Bank an das der Postbank angedockt, heißt es im Handelsblatt.
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