Für das Investmentbanking und die Großkundensparte der Dresdner Bank soll sich ein chinesisches Geldinstitut interessieren. Wie das manager magazin in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, haben die Asiaten der Dresdner-Bank-Mutter Allianz bereits ein schriftliches Angebot zukommen lassen.
Die Pläne des Versicherungskonzerns, die Frankfurter Banktochter zu verkaufen, tragen dem manager magazin zufolge Allianz-intern die Decknamen "Brasilien" und "Chiemsee". Hinter dem Codewort "Brasilien" verbirgt sich das Vorhaben, das Privatkundengeschäft der Dresdner Bank in eine gemeinsame Einheit mit der Postbank einzubringen. Ein solches Institut würde auf rund 10 Prozent Marktanteil am deutschen Privatkundengeschäft kommen. "Chiemsee" steht für den Verkauf des Investmentbankings einschließlich des Geschäfts mit großen Firmenkunden, für das sich die Chinesen interessieren. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" steckt der chinesische Staatsfonds CIC hinter der Offerte.
Die Allianz ist offenbar fest entschlossen, sich mittelfristig von der Dresdner Bank zu trennen. Für den Fall, dass "Brasilien“ und "Chiemsee“ scheitern, haben die Versicherungsmanager deshalb einen Plan B entwickelt, so das manager magazin. Dieser sieht vor, die Dresdner Bank in ein Bündnis mit der Commerzbank einzubringen.
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