Die Lücken bei der Abgeltungssteuer werden weniger. Fondssparer sollen jetzt auch noch stärker zur Kasse gebeten werden als bislang bekannt. Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, existieren Pläne der Bundesregierung, wonach auch auf einige Investmentfonds Abgeltungssteuer zu zahlen ist, für die bislang Ausnahmeregelungen vorgesehen waren. Insbesondere Dachfonds sind hiervon betroffen. Auch für Fonds, die in Zertifikate investieren, soll die Pauschalbesteuerung gelten.
Die Ausweitung der Besteuerung soll Steuerausfälle bei der neuen Kapitalertragsteuer verhindern. Banken und Investmentberater empfehlen ihren Kunden derzeit Dachfonds als Steuersparmodell, da für diese die Abgeltungssteuer nicht gelten sollte. Allein im Januar sind laut FTD 553 Millionen Euro in Dachfonds geflossen. Nach den neuen Plänen der Bundesregierung sollen nun nur noch Verkäufe von Aktien, festverzinslichen Anleihen und Geschäfte am Terminmarkt dauerhaft steuerfrei bleiben. Alle übrigen in Fonds aufgelaufenen Gewinne sollen dagegen der Abgeltungssteuer unterfallen und somit jährlich mit 25 Prozent besteuert werden.
Bislang existieren die neuen Besteuerungspläne nur in einem Formulierungsentwurf des Bundesfinanzministeriums zum Investmentsteuergesetz, berichtet die FTD. Im Rahmen des Jahressteuergesetzes 2009, in das der Entwurf einfließen soll, müssen Bundestag und Bundesrat der Regelung erst noch zustimmen. Geschieht dies, könnte die Regelung pünktlich zum Start der Abgeltungssteuer am 1.1.2009 in Kraft treten.
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