Die Einführung der Abgeltungssteuer rückt immer näher und der Fiskus macht allmählich Ernst. Die Finanzbeamten im Berliner Ministerium von Minister Steinbrück wollen eine weitere Lücke für Steuersparer schließen. Wie das Portal
WELT ONLINE berichtet, sollen Erträge aus Versicherungen, die nur dem Zweck es Steuersparens dienen, von der Abgeltungssteuer nicht verschont bleiben.
Die Versicherungswirtschaft wirbt seit der Ankündigung der Abgeltungssteuer mit Renten- und Lebensversicherungen, deren Kapital vom Finanzamt nicht angefasst wird. Oft verbergen sich hinter solchen Policen nur sogenannte Versicherungsmäntel mit eingebetteten Wertpapierdepots. Innerhalb dieser Versicherungshülle kann der Anleger mit seinem Depot weiterhin arbeiten, Ein- und Auszahlungen tätigen.
Wie WELT ONLINE weiter berichtet, habe das Finanzministerium in Berlin nun gefordert, dass derartige Versicherungen nun gewisse Mindeststandards erfüllen müssten. Die Policen sollten eine echte Risikoabsicherung bieten. Eine Rentenpolice soll nur noch dann als solche steuerlich anerkannt werden, wenn aus ihr Rentenzahlungen an den Versicherten bis zu seinem Lebensende geleitstet werden. Lebensversicherungen sollten einen Todesfallschutz enthalten, der ebenfalls gewisse Mindestvoraussetzungen erfüllt. Diese seien bei ein paar Tausend Euro für die Hinterbliebenen nicht erfüllt. Es ist damit zu rechnen, dass der Fiskus die Mindestvoraussetzungen für derartige Policen noch bis zum Jahresende konkretisieren wird.
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