09.09.2008

Öko-Investments weiter auf dem Vormarsch

Vor dem Hintergrund der gestiegenen Energiepreise und der Diskussion um den Klimawandel hält jeder dritte deutsche Privatanleger inzwischen ein Engagement in sogenannte "Ökoinvestments" für interessant. Das größte Interesse besteht dabei an Anlagen in Unternehmen, die im Bereich Erneuerbare Energien tätig sind. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die TNS Infratest im Auftrag der DZ BANK unter Wertpapierbesitzern durchgeführt hat.

So erklärten 32 Prozent der Befragten, Geldanlagen nach ökologischen Kriterien kämen für sie persönlich in Frage. Lediglich 17 Prozent können sich gar nicht vorstellen, in Umweltanlagen zu investieren. Dabei hat vor allem die jüngere Generation Interesse an Ökoinvestments. Halten in den Altersgruppen 18 bis 29 Jahre und 30 bis 39 Jahre jeweils über 36 Prozent solche Anlagen für interessant, kämen nur noch für 24 Prozent der über 65jährigen Umweltanlagen in Frage. Noch auffälliger ist die hohe Affinität der Beamten. Für rund die Hälfte von ihnen stellen Ökoinvestments eine überlegenswerte Alternative dar.

Unter denjenigen, die Ökoinvestments favorisieren, gibt es eine klare Tendenz zu einem Engagement im Segment Erneuerbare Energien. Etwa jeder Zweite gab an, Interesse an Investments in die Bereiche Wind-/ Solarenergie oder Biokraftstoffe zu haben, wobei jeder Fünfte bereits konkret gehandelt und Geld im Bereich Erneuerbare Energien angelegt hat. An zweiter Stelle kommen Investments in Technologien zur Schonung der Umwelt. Hier würden 40 Prozent der an Umweltanlagen Interessierten investieren; jeder Zehnte hat dort bereits Geld anlegt. Auf Platz 3 der beliebtesten Ökoinvestments folgen Wassertechnologien, für die 32 Prozent Interesse bekundeten. Ein Investment in die Bereiche Forstwirtschaft und Agrikultur interessiert dagegen nur 19 bzw. 14 Prozent.

Die Beweggründe für Ökoinvestments sind für Anleger etwa zu gleichen Anteilen Renditeerwartungen und Umweltbewusstsein. So gaben 49 Prozent der an Umweltinvestments interessierten Anleger an, dies aus Renditegründen zu tun. Für 47 Prozent ist der Umweltschutz ausschlaggebend. Bei Männern überwiegen die Renditegesichtspunkte allerdings deutlich. So wäre bei 54 Prozent der männlichen Befragten die erwartete Rendite der wichtigste Grund für ein Ökoinvestment. Für 40 Prozent wäre das vornehmliche Anlagemotiv, etwas für die Umwelt zu tun. Bei den weiblichen Befragten ist das Verhältnis nahezu umgekehrt: Bei 55 Prozent steht der Umweltschutz, bei 43 Prozent die Rendite im Vordergrund.

Insgesamt besteht bei Ökoinvestments noch ein erheblicher Informationsbedarf. Jeder zweite Anleger gab an, nicht gut über das Thema informiert zu sein. Dabei wünschen sich 38 Prozent dieser Befragten mehr Informationen von ihrer Bank. Immerhin jeder Fünfte fühlt sich bereits gut informiert, wohingegen 40 Prozent grundsätzlich kein Interesse äußerten.

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