Die geplante Erhöhung des Wohngeldes könnte Geringverdienern noch in diesem Herbst zugute kommen. Wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet, zeichnet sich in der großen Koalition eine Mehrheit für den SPD-Vorschlag ab, die geplante Erhöhung des Wohngelds vorzuziehen. Zuvor sollte sie ab 1. Januar 2009 in Kraft treten.
Derzeit erhalten etwa 800 000 Haushalte in Deutschland Wohngeld - in Form von Mietsubventionen oder Finanzhilfen für Eigentümer. CDU/CSU und SPD hatten vereinbart, diese nach Bedürftigkeit gestaffelte Wohnkostenhilfe von gegenwärtig durchschnittlich 90 auf 140 Euro pro Monat zu erhöhen. Vor kurzem schlug die SPD vor, die geplante Anhebung um drei Monate vorzuziehen.
Es würde ihn "freuen", sagte Unions-Fraktionsgeschäftsführer Norbert Röttgen, wenn man Geringverdiener noch vor Beginn der Heizperiode bei ihren Mietkosten entlasten könnte. Wenn das Budget der öffentlichen Haushalte es zuließe, solle der Zuschuss bereits zum 1. Oktober erhöht werden.
Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) nannte diesen Schritt jetzt angemessen, schreibt die Zeitung. Damit könne der Staat "gezielt" dazu beitragen, Geringverdienern die jüngsten Preissteigerungen für Heizöl und Gas erträglicher zu machen, sagte er.
Die Union relativierte gleichzeitig die Warnung des CDU-Haushaltsexperten Steffen Kampeter, nicht voreilig "Wunschlisten" anzulegen. Die frühere Erhöhung werde den Bundes-Etat nicht nennenswert belasten, hieß es in Kreisen der CDU/CSU.
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