Die Finanzkrise wird die Rolle der USA als Supermacht des Geldes beenden. Davon ist Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) überzeugt. In einer Regierungserklärung kritisierte der Minister die zögerliche Einführung von Eigenkapitalregeln für die US-Banken und die US-Bankenaufsicht, die er als "zersplittert" bezeichnete. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Das System der Sozialen Marktwirtschaft, die dem Handeln der Wirtschaft Grenzen und Regeln setze, habe sich als überlegen erwiesen, zitiert die Zeitung den Minister. In Zukunft werde die Finanzwelt vielfältiger und stärker von asiatischen und europäischen Banken geprägt. Die Finanzkrise bezeichnete Steinbrück als rein amerikanische Angelegenheit.
Unter Zustimmung auch aus den Reihen der CDU/CSU betonte Steinbrück nochmals, dass sich Deutschland nicht am Soforthilfeprogramm der US-Regierung beteiligen werde. Er warnte außerdem vor der Annahme, die Talsohle sei schon erreicht: "Wer Licht am Ende des Tunnels sieht, sieht die Lichter des herannahenden Zuges."
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