30.11.2008

Massage oder Rückenschule steuerlich absetzen

Noch 2008 kann jeder Arbeitgeber für jeden seiner Mitarbeiter steuer- und sozialabgabenfrei bis zu 500 Euro für gesundheitsfördernde Maßnahmen ausgeben. Auch der Arbeitnehmer braucht sein Rückentraining dann nicht zu versteuern, sie sind kein "geldwerter Vorteil". Das berichtet WELT Online.

Das Jahressteuergesetz 2009 werde zwar erst am 19. Dezember verabschiedet und trete am 1. Januar 2009 in Kraft, solle jedoch rückwirkend für 2008 gelten. Grundlegender Bestandteil ist, dass der Arbeitnehmer die Leistung zusätzlich erhalte, sie also nicht Teil seines regulären monatlichen Bruttolohns ist.

Die Teilnahme am Yoga-Kurs ist also genauso steuer- und sozialabgabenfrei wie Ernährungsberatung, Bewegungstraining, Programme zur Stressbewältigung und Entspannung, Suchtprävention und einiges mehr.

Als Richtlinie gilt laut WELT der "Präventionsleitfaden der Spitzenverbände der Krankenkassen". Alle dort aufgeführten Präventionsprogramme fallen in diese neuartige Steuerbefreiung. So müsse der Arbeitgeber dem Finanzamt nun nicht mehr nachweisen, dass er ein "ganz überwiegend betriebliches Interesse" habe.

Die Maßnahmen müssen nicht kollektiv sein und nicht allen Mitarbeitern gleichermaßen zu Gute kommen. Jeder einzelne kann andere Leistungen vom Arbeitgeber bezahlt bekommen. Es spiele auch keine Rolle, ob die Maßnahme im Betrieb oder außerhalb durchgeführt wird.

Neu sei zudem, dass der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer sogar entsprechende Beträge bar auf die Hand auszahlen dürfe. Allerdings schließe das Gesetz die Steuerfreiheit für die Erstattung von Mitgliedsbeiträgen für Sportvereine durch den Arbeitgeber aus.

Der Arbeitgeber solle den entspechenden Betrag auf der Lohn- oder Gehaltsabrechnung als steuerfreie Sonderleistung zur Gesundheitsförderung ausweisen.

Gesundheitsexperten schätzen den wirtschaftlichen Schaden durch krankheitsbedingte Fehlzeiten bundesweit auf rund 70 Milliarden Euro im Jahr. Professor Rolf Rosenbrock vom Berliner Wissenschaftszentrum für Sozialforschung (WZB) hält Gesundheit für einen "knallharten ökonomischer Faktor", schreibt die Zeitung.

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