Je höher der Bildungsgrad, desto weniger drängt es die Deutschen zum Bauen oder zum Wohnen in den eigenen vier Wänden. Das hat eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag der BHW Bausparkasse ermittelt. Während im Bundesdurchschnitt über fünfzig Prozent (51,5) im Haus oder der Eigentumswohnung wohnen, sind es bei Menschen mit Abitur oder Hochschulabschluss gerade einmal 44,9 Prozent. Mit Hauptschulabschluss und einer Lehre bauen dagegen 55,4 Prozent ein Eigenheim. Mit Mittlerer Reife wohnen immerhin noch 51,1 Prozent im eigenen Haus.
Einen Grund für das geringere Interesse an Wohneigentum bei Menschen mit höherem Bildungsabschluss könnte die großen Erwartungen an ihre Mobilität sein. Aber auch der spätere Einstieg in das Erwerbsleben spielt eine Rolle. Eine lange Ausbildung wie etwa ein Studium bedeutet immer auch einen Verdienstausfall, der sich später beim mangelnden Eigenkapital für die Baufinanzierung negativ bemerkbar macht.
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