| 17.03.2009 | |
Versicherungen gewähren Einblick in schwarze Liste |
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Versicherungskunden können sich ab April 2009 informieren, ob ihr Name in der Anti-Betrugsdatei der Versicherungen vermerkt ist. Wie das Magazin "Capital" berichtet, umfasst das Hinweis- und Informationssystem (HIS) der deutschen Versicherungswirtschaft derzeit 9,5 Millionen Einträge.
In dieser "schwarzen Liste" sammeln Versicherer Namen und Informationen über Kunden. Die Kriterien, nach denen Versicherte einen Eintrag im HIS erhalten, seien weitgehend geheim, heißt es in dem Artikel. Ein Eintrag im HIS kann bedeuten, dass ein Kunde erhöhte Beiträge beispielsweise zu einer Haftpflichtversicherung, Autoversicherung, Rechtsschutzversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen muss, oder dass die Versicherung einen Vertrag ganz ablehnt.
Laut "Capital" folgt die Versicherungswirtschaft mit diesem Schritt einer Initiative der nordrhein-westfälischen Datenschutzbeauftragten Bettina Sokol. Die Selbstverpflichtung reicht Experten noch nicht aus. So bemängelte Professor Hans-Peter Schwintowski von der Berliner Humboldt-Universität gegenüber dem Magazin, dass die Versicherten nicht gleichzeitig erführen, aufgrund welcher Umstände sie in die Liste gelangt sind.
Die Anfragen sollen ab April an den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gerichtet werden können.
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