| 17.03.2009 | |
Längerer Mutterschutz in Deutschland unerwünscht |
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Die EU-Kommission will den Mindestzeitraum des gesetzlichen Mutterschutzes auf 18 Wochen verlängern. Dabei sollen erstmals auch freiberufliche Frauen in die Regelung einbezogen werden. Dagegen gibt es Widerstand auch von deutscher Seite. Arbeitgeberpräsident Hundt befürchtet Mehrausgaben in Höhe von etwa 500 Millionen Euro pro Jahr für deutsche Unternehmen. Das berichtet "Spiegel-Online".
Bisher gibt es in Europa deutliche Unterschiede: In Deutschland dauert die gesetzliche Babypause 14 Wochen - was der bisherigen europäischen Mindestanforderung entspricht. Daran schließt sich das 2007 eingeführte Elterngeld an. In Frankreich sind es 16 Wochen, in Dänemark 18, in Irland 26 und in Bulgarien sogar 45 Wochen, schreibt Spiegel Online.
Zusätzlich zum Vorschlag einer Verlängerung des Mutterschutzes zielt die Europäische Kommission auch darauf, dass die betreffenden Mütter selbst entscheiden können, wie sie die Zeit des Mutterschutzes aufteilen.
In Deutschland gilt bisher die feste Regel, dass werdende Mütter sechs Wochen vor der Geburt und acht nach der Geburt ihres Kindes Mutterschutz nehmen müssen. In dieser Zeit erhalten sie pro Tag 13 Euro Mutterschaftsgeld von ihrer Krankenkasse ausgezahlt. Die jeweilige Differenz zu ihrem Nettogehalt zahlen die Arbeitgeber.
Bevor das EU-Papier jedoch Gesetz wird, müssen das Europäische Parlament und der Ministerrat mit einer Mehrheit zustimmen. Bis die Regelung daher gesetzlich umgesetzt werden kann, können nach Angaben von Spiegel Online weitere zwei Jahre vergehen.
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