| 25.03.2009 | |
Private Krankenversicherung mit geringerem Zulauf |
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Der Neuzugang in der privaten Krankenvollversicherung ist 2008 zurückgegangen. So entschieden sich im vergangenen Jahr insgesamt 48.900 Menschen für die Private Krankenversicherung, was aber einem Minus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Wie der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) mitteilt, entspricht der Rückgang im Vergleich mit dem Jahr vor der Gesundheitsreform einem Minus von 58 Prozent.
Einmalige Sondereffekte beim Neuzugang
Im Jahr 2008 verbesserten einmalige Sondereffekte die Bilanz der Neuzugänge in die PKV: So entschlossen sich etwa 18.500 Menschen, die zuvor nicht versichert waren, für die Private Krankenversicherung. Damit kamen sie laut PKV der ab 1.1.2009 geltenden Pflicht zur Krankenversicherung nach, um bis Jahresende noch einen der günstigeren PKV-Tarife zu erhalten. Die PKV geht davon aus, dass sich diese Sondereffekte im Jahr 2009 nicht wiederholen werden.
Auch für den Standardtarif entschieden sich 2008 rund 2.400 vorher überhaupt nicht versicherte Personen. Ab 1. Januar dieses Jahres gilt für sie der neue Basistarif der Privaten Krankenversicherung. Beide Tarife können aufgrund des engen gesetzlichen Rahmens nicht kostendeckend angeboten werden, heißt es in der Pressemitteilung. Sie müssen daher von den Bestandsversicherten sozusagen gegenfinanziert werden.
72 Prozent in der Krankenvollversicherung
Insgesamt waren bis zum Jahresende 2008 in der PKV 8,62 Millionen Menschen vollversichert (69.800 mehr als im Vorjahr). Hinzu kommen insgesamt 20,95 Millionen Zusatzversicherungen, was einer Steigerung von 942.100 abgeschlossenen privaten Zusatzversicherungen entspricht. Auch für den Abschluss einer Pflegezusatzversicherung entschieden sich letztes Jahr 142.200 Personen.
Im Jahr 2008 wuchsen die Einnahmen aus den Beiträgen auf 28,33 Milliarden Euro in der Krankenversicherung sowie auf 1,97 Milliarden Euro in der Pflegeversicherung. Nach Angaben des PKV gelten 72 Prozent der Mitglieder als voll krankenversichert, während knapp 13 Prozent eine der Zusatzversicherungen haben.
Die ausgezahlten Versicherungsleistungen für die Krankenversicherung haben sich auf 19,53 Milliarden Euro erhöht (plus 6,6 Prozent), in der Pflegeversicherung stiegen sie auf 0,61 Milliarden Euro (plus 5,2 Prozent). Der PKV spricht von deutlich höheren Kosten in den gewährten ärztlichen Leistungen als bei den Gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Gegenüber dem Jahr 2007 stiegen die Alterungsrückstellungen insgesamt 130 Milliarden Euro für die Krankenversicherung und für die Pflegeversicherung (2007: 123,7 Mrd. Euro).
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