02.04.2009

EZB senkt Leitzins auf 1,25 Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute den Leitzins für den Währungsraum des Euro von 1,5 Prozent auf 1,25 Prozent gesenkt. Obgleich dies der niedrigste Zinssatz in der Geschichte der EZB ist, fiel der Zinsschritt kleiner aus als viele Experten erwartet hatten. Im März war die Zinssenkung deutlicher ausgefallen. Damals hatte die Zentralbank den Zins um 0,5 Prozentpunkte von 2 auf 1,5 Prozent gesenkt.

Der Zinsschritt fiel mit 0,25 Prozentpunkten oder 25 Basispunkten diesmal geringer aus. Experten hätten mit 0,5 Prozentpunkten gerechnet, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) und auch die "Financial Times Deutschland" titlt zur Zinsentscheidung: "EZB bleibt hinter Erwartung zurück." Mit einem Leitzins von 1,00 Prozent zur Mitte des Jahres rechneten etwa die Analysten der UniCredit-Gruppe, zu der auch die HypoVereinsbank gehört.

Mit niedrigen Zinsen verbindet sich die Erwartung, dass auch Kredite für Verbraucher und Unternehmen günstiger werden. Die erhoffte Ausweitung der Kreditvergabe ist aber auch nach den vergangenen Zinssenkungen der EZB ausgeblieben. Seit Oktober 2008 hat die EZB den Leitzins um insgesamt 3 Prozentpunkte gesenkt, lehnt aber eine Null-Zins-Marke, wie sie in den USA gilt, bisher ab. 



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