Nach den letzten Wohngebäudeversicherung ausgelöst haben, denken einige Gebäudeversicherer vermehrt über Erhöhungen der Versicherungsprämien nach. Die Allianz hat beispielsweise ihre Prämien bereits erhöht, nachdem ihr allein aus drei großen Unwettern in letzter Zeit 137.000 Schäden in der Gebäudeversicherung gemeldet worden waren und ein finanzieller Verlust von 33 Millionen Euro entstanden ist. Das berichtet die "Rheinische Post" in ihrer Onlineausgabe.
Ein Sprecher des Gebäudeversicherers Provinzial Rheinland geht von einer zukünftigen Prämienerhöhung auch bei anderen Versicherern aus. Das Unternehmen selbst will allerdings erst einmal abwarten und den Markt beobachten, heißt es im Artikel.
Unwetter werden häufiger und stärker
"Wir leiden unter lokalen Stürmen, Hagelschlägen und Überschwemmungen", sagt Friedrich Schubring-Giese, Vorstand der Gruppe öffentlicher Versicherer. Und ein Sprecher der Rückversicherung Münchener Rück sagte, sie gingen davon aus, dass es in Zukunft mehr Naturkatastrophen geben wird, die sich in Stürmen, Starkregen und Hagelschlägen entladen werden. Grund sei die globale Erderwärmung. Auch Hitzeperioden wie im so genannten Jahrhundertsommer 2003 würden immer häufiger vorkommen, schreibt die Zeitung.
Höhere Prämien auch durch höhere Baupreise
Allerdings werde die Wohngebäudeversicherung nach Angaben der Zeitung auch unabhängig von Sturmschäden für alle Hausbesitzer teurer: Grund dafür seien gestiegene Bauspreise, auf deren Basis Versicherer ihre Prämien um bis zu 3,3 Prozent anheben dürften, schreibt die "Rheinische Post".
"Wir werden diese Anpassung in vollem Umfang ausschöpfen", heißt es beispielsweise bei der Gothaer Versicherung. Auch andere Wohngebäudeversicherer wie die Düsseldorfer Ergo-Gruppe und die VGH-Versicherung wollen ihre Prämien an die gestiegenen Baupreise anpassen.
Versicherungsvergleich lohnt sich
"Versicherer, die den Kunden tiefer in die Tasche fassen, müssen dies in der Rechnung deutlich machen", erklärt der Versicherungsberater Theo Sieven aus Aachen auf Anfrage der Zeitung. Kunden sollten prüfen, ob es nicht sinnvoll sei, sich einen günstigeren Anbieter zu zu suchen.
Ein Wechsel der Versicherung ist mit einer dreimonatigen Frist zum Ablauf des Vertrages möglich. Kündigen kann man eine Wohngebäudepolice nach jedem Schadenfall. Man erhält nach neuem Recht anteilig die Prämie zurück, schreibt die "Rheinische Post".
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