Die französische Bank
BNP Paribas will in Deutschland das Geschäft mit vermögenden Privatkunden aufnehmen. Mit der Erweiterung seiner Angebotspalette zeige BNP, dass Deutschland ein Heimatmarkt sei, obwohl die Bank erst relativ spät in Deutschland investiere, sagte BNP-Deutschlandchef Joachim von Schorlemer im Gespräch mit der "Financial Times Deutschland" (FTD).
Vergleichsweise hohe Zahl an MillionärenFür Schorlemer sei besonders die hohe Zahl von 809.000 Dollar-Millionären im vergangenen Jahr attraktiv, verglichen mit 362.000 in Großbritannien oder 346.000 in Frankreich. Auch sei der durch die Finanzkrise verursachte Rückgang bei der Zahl der Millionäre mit minus drei Prozent niedriger als in anderen Ländern, sagte er weiter. Außerdem seien aktuellen Umfragen zufolge Vermögende angesichts der Finanzkrise eher als früher bereit, ihre Bank zu wechseln.
Bis Jahresende unter die Top DreiDas Büro in Frankfurt sei bereits eröffnet, in München komme ein weiteres hinzu. In Deutschland ist BNP vor allem durch die Direktbank-Tochter
Cortal Consors bekannt.
Ziel sei es, im Firmenkundengeschäft und im Investmentbanking zu den Top drei Auslandsbanken in Deutschland zu gehören: "Wahrscheinlich sind wir dort bereits angekommen oder werden es Ende 2009 sein." Durch die Übernahme der Fortis-Bank hat BNP weiteres Geschäft in Deutschland hinzugewonnen.
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