06.09.2009

Machen Schulden dick?

Menschen in der Schuldenfalle haben häufiger Übergewicht als der Durchschnitt der Bundesbevölkerung. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Studie der Universität Mainz. Die Forscher hatten 949 überschuldete Menschen befragt und festgestellt, dass jeder Vierte von ihnen fettleibig war - unabhängig von Faktoren wie Einkommen, Bildung oder Arbeit.

Leiden Dicke in der Krise oder macht die Krise dick?

Als direkte Ursachen für das Übergewicht in der Schuldenfalle vermuten die Wissenschaftler hohe Preise für gesunde Lebensmittel, Antriebslosigkeit, aber auch den seelischen Druck der Schulden, der zu Frust-Essen führen könnte. Möglich ist aber auch, dass fettleibige Menschen leichter ihren Arbeitsplatz verlieren und in die Schuldenfalle geraten. Die Arbeitslosigkeit ist der häufigste Grund für Überschuldung.

So berechnet man den BMI

Nach dem Standard der Weltgesundheitsorganisation WHO beginnt Fettleibigkeit bei einem Körpermasseindex (BMI) von 30 Kilogramm pro Quadratmeter. Der BMI errechnet sich aus der Körpergröße eines Menschen in Metern und seinem Gewicht: Die Körpergröße nimmt man zum Quadrat. Durch den Betrag teilt man die Körpergröße. BMI-Werte ab 25 gelten als Übergewicht, 30 oder mehr gelten als Fettleibigkeit.

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