Trotz Wirtschaftskrise haben die
Krankenkassen in der ersten Jahreshälfte einen Überschuss von 1,1 Milliarden eingefahren. Damit sei die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung besser als viele Prognosen vorausgesagt hätten, teilte die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) mit. Das berichtet das "Handelsblatt".
Ministerin sieht keine Notwendigkeit für ZusatzbeiträgeNach Angaben der Ministerin dürften die Versicherten demzufolge von Zusatzbeiträgen verschont bleiben. Auch die Versicherten der großen Ersatzkassen wie Barmer, Techniker Krankenkasse und DAK brauchen vorerst keine Zusatzbeiträge zahlen.
Selbst die Kosten in Höhe von rund einer Milliarde für eine Massenimpfung gegen die Schweinegrippe könnten die Kassen ohne Zusatzbeiträge schultern. Darüberliegende Kosten würden gegebenenfalls aus Steuermitteln bezahlt, schreibt das Blatt.
Finanzreserven von 4,9 Milliarden EuroEin Plus von rund 800 Millionen Euro haben die allgemeinen Ortskrankenkassen (AOKs) erwirtschaftet. Auch bei den Betriebs- und Innungskrankenkassen gab es nennenswerte Überschüsse. Lediglich die Ersatzkassen lägen bei einem Überschuss im einstelligen Millionenbereich (4 Millionen Euro). Insgesamt hätten die Kassen laut Schmidt Finanzreserven von 4,9 Milliarden Euro.
Beiträge für das kommende Jahr werden im Oktober verhandeltAnfang Oktober tritt laut "Handelsblatt" der Schätzerkreis für die gesetzliche Krankenversicherung zusammen. Dieser verhandelt über den Finanzbedarf der Kassen und entscheidet, ob die Beiträge steigen.
Die Gesundheitsministerin verkündete schon im letzten Jahr, dass die Krankenkassen
einen Milliardenüberschuss erwirtschaftet haben. Auch seit der Einführung des Gesundheitsfonds zum Jahresbeginn 2009 haben die Krankenkassen
einen Gewinn eingefahren. Dennoch warnten die Kassen in den vergangenen Monaten immer wieder vor einem baldigen Dammbruch zu flächendeckenden Zusatzbeiträgen.
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