Jedem zehnten Selbstständigen droht Altersarmut, eine große Zahl weiterer Selbstständiger droht ein Altersruhegeld weit unter dem Durchschnitt. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) unter Berufung auf eine Studie des Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA).
Demnach verdienen 11 bis 12 Prozent der Selbstständigen zuwenig, um eine
Altersvorsorge anzusparen, die später eine
Rente über dem Grundsicherungsniveau liegt. Weiteren 20 Prozent droht eine Rente, die nur 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens beträgt. Gerade in den unteren Einkommensgruppen legten Selbstständige deutlich weniger Geld für das Alter zurück als Angestellte. Dabei kämen bei den abhängig Beschäftigten ja noch die gesetzlichen Rentenbezüge hinzu, heißt es in dem Artikel.
Die Mannheimer Forscher werfen der Grundsicherung im Alter vor, sie begünstige eine "Trittbrettfahrermentalität". Wer sich auf die Grundsicherung verlasse, könne auf Kosten der Gesellschaft heute mehr konsumieren als fleißige Sparer.
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