Die WestLB-Tochter Readybank macht alle Filialen dicht. Bis Ende September nächsten Jahres sollen die 22, deutschlandweit zerstreuten Filialen geschlossen werden. Das schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD). Die betroffenen 90 Mitarbeiter seien bereits vom Vorstand der Bank informiert.
Die Readybank gehört mit einer Bilanzsumme von 456 Millionen Euro zu den kleineren Beteiligungen der WestLB. In den Filialen verkauft die Bank unter anderem Konsumentenkredite für private Kunden. Zudem vertreiben nach Angaben der Readybank mehr als 60 Sparkassen den
Ratenkredit.
Allerdings machte das Finanzinstitut laut Jahresabschluss im Vorjahr einen Verlust von 25 Millionen Euro. Zum Ausgleich musste der Mutterkonzern 46 Millionen Euro zahlen. Die WestLB hatte nach Angaben der "FTD" die Readybank im Frühjahr 2006 gekauft, um damit in das Konsumentenkreditgeschäft einzusteigen.
Im Mai dieses Jahres ordnete die EU-Kommission an, dass die
WestLB bis 2011 verkauft werden müsse. Daher könnte auch die Readybank in absehbarer Zeit veräußert werden. Nach Ansicht der "FTD" dürfte die WestLB-Tochter ohne Filialen leichter verkäuflich sein. Schon 2008 hatte die WestLB mit der Landesbank Berlin über einen Verkauf gesprochen. Diese wolle aber nun selbst in das Geschäft mit den Ratenkrediten einsteigen.
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