Die Pflegeversicherung hat in den ersten sieben Monaten dieses Jahres trotz Wirtschaftskrise einen Überschuss von 500 Millionen Euro erzielt. Einnahmen von rund 12,17 Milliarden Euro standen Ausgaben von rund 11,69 Milliarden Euro gegenüber. Das hat das Bundesministerium für Gesundheit mitgeteilt.
Wegen zusätzlicher Beiträge aus dem Weihnachtsgeld dürfte der Überschuss noch auf etwa 0,8 bis 0,9 Milliarden Euro ansteigen. Damit würde die Pflegeversicherung ein Finanzpolster von zirka 4,7 Milliarden ansammeln.
Auch wenn man die Beitragssatzanhebung Mitte 2008 heraus rechnet, sind die Einnahmen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum bislang um 1,7 Prozent gestiegen. Das ist deutlich besser als das Ministerium angesichts der Wirtschaftsentwicklung erwartet hatte.
Die Ausgaben für die Pflegeversicherung stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent an. Ursächlich dafür sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums verbesserte Leistungen für die Versicherten, die durch die Pflegereform im Jahr 2008 eingeführt wurden. So seien die Ausgaben für Tages- und Nachtpflege um zirka 50 Prozent gestiegen. Auch die zusätzlichen Leistungen für an Demenz Erkrankte wurden um 40 Prozent mehr in Anspruch genommen als im Vorjahr.
Damit ist die Pflegekasse finanziell ebenso gut aufgestellt wie die Krankenkassen. Anfang des Monats teilte die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) mit, dass die
Krankenkassen einen Milliardenüberschuss erwirtschaftet hätten.
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