Die Barmer Ersatzkasse und die Gmünder Ersatzkasse (GEK) wollen sich zum Jahresbeginn 2010 zusammentun. Das hat der Verwaltungsrat der GEK am Mittwoch entschieden. Mit mehr als acht Millionen Versicherten würde aus der Fusion ein Krankenkassenriese erwachsen.
Derzeit ist die GEK nach eigenen Angaben mit 1,7 Millionen Versicherten die elftgrößte
Krankenkasse in Deutschland. Die Kasse betreibt bundesweit 180 Betreuungsstellen. Diese sollen ebenso wie die rund 1000 Geschäftsstellen der Barmer erhalten bleiben. Lange Zeit galt die Barmer mit 6,9 Millionen Versicherten als Deutschland größte Krankenkasse. Das änderte sich, als sich die
Techniker Krankenkasse zum Jahresbeginn 2009 die IKK-Direkt einverleibte und nun 7,3 Millionen Mitglieder zählt.
Verwaltungsrat der Barmer muss noch zustimmenSchon im Juli hatte der Verwaltungsrat der GEK den Vorstand beauftragt, Fusionsgespräche mit den großen Ersatzkassen zu führen. Wunschpartner der GEK wurde die Barmer. Um die Vereinigung unter Dach und Fach zu bringen, muss noch der Verwaltungsrat der Barmer am kommenden Freitag der Fusion zustimmen. Die Entscheidung erfolgt pro forma, eine Zustimmung gilt als sicher.
"Ein Zusammenschluss von Barmer und GEK wäre ein Meilenstein in der gesetzlichen Krankenversicherung. Zwei starke Partner könnten ihre Kompetenzen in einem zunehmend wettbewerbsorientierten Gesundheitswesen bündeln und im Sinne ihrer Versicherten einsetzen", sagt der Vorstandsvorsitzende der Barmer, Johannes Vöcking, zur anstehenden Fusion.
Gesundheitsfonds zwingt Kassen zur FusionDamit geht der Fusionsreigen bei den Krankenkasse weiter. Das dürfte der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) gefallen. Nach ihrer Ansicht sind 30 bis 50 Kassen völlig ausreichend. Größere Kassen können Rabattverträge mit den Pharmakonzernen aushandeln und Versorgungsverträge mit Ärzten und Apothekern schließen. Zudem erhalten kleine Kassen weniger Beträge aus dem
Gesundheitsfonds.
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