Deutschlands neue Großkrankenkasse aus Barmer Ersatzkasse und Gmünder Ersatzkasse (GEK) will ohne Zusatzbeitrag ins Jahr 2010 starten. Das teilt die "Rheinische Post" mit.
Wie banktip.de berichtete, entschieden sich kürzlich die Verwaltungsräte beider Ersatzkassen für den Zusammenschluss, aus dem
die größte Krankenkasse Deutschlands mit 8,5 Millionen Versicherten hervorgeht. Große Kassen können leichter Rabattverträge mit den Pharmakonzernen aushandeln und Versorgungsverträge abschließen.
"Der
Gesundheitsfonds gibt die Rahmenbedingungen vor, dass die Krankenkassen größer und stärker am Markt werden müssen. Die Krankenkassen müssen Vertragspartner von Ärzten, Krankenhäusern und Pharmaunternehmen werden," sagte GEK-Chef Rolf-Ulrich Schlenker gegenüber der Zeitung.
Die
Krankenkassen müssen die Mitgliedsbeiträge aus der gesetzlichen Krankenversicherung zunächst an den Gesundheitsfonds überweisen. Von dort aus werden die Gelder wieder auf die Krankenkasse entsprechend ihrer Versichertenzahl verteilt. Zudem erhalten Kassen mit einem höheren Anteil von chronisch Kranken und älteren Versicherten einen Kostenausgleich.
Große Kassen können nicht nur leichter Rabatt- und Versorgungsverträge aushandeln, sie profitieren auch von der Anzahl ihrer Versicherten. Daher sinkt seit der Einführung des Gesundheitsfonds zum Jahresbeginn 2009 die Zahl der Kassen kontinuierlich. Versicherungsexperten gehen davon aus, dass der Fusionsdruck auf die Kassen zunehmen wird.
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