Die gesetzlichen
Krankenkassen sagen der neu gewählten CDU-FDP-Bundesregierung ihre Unterstützung zu. Gleichzeitig pochen sie jedoch auf die Fortsetzung des solidarischen Gesundheitssystems. Das teilte die Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband), Doris Pfeiffer, auf Anfrage von banktip.de: Die gesetzliche Krankenversicherung organisiere und finanziere die Versorgung von über 90 Prozent der Bevölkerung, erklärt Pfeiffer. Sie zu stärken und weiterzuentwickeln, bezeichnet die Verbandsvorsitzende als eine zentrale Herausforderung für die neue Bundesregierung.
"Wir setzen auf eine konstruktive Zusammenarbeit, wobei die grundsätzlichen Stichwörter Solidarität, Sicherung des medizinischen Fortschritts, nachhaltige Finanzierung und Wettbewerb um die beste Versorgung ebenso eine Rolle spielen werden, wie die aktuelle Frage nach der Finanzsituation, da der
Gesundheitsfonds durch die Finanzkrise bereits in diesem Jahr zwei bis drei Milliarden Euro Schulden macht", so Dr. Doris Pfeiffer vom GKV-Spitzenverband.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte vor der Wahl zwar gesagt, sie
wolle am Gesundheitsfonds festhalten. In ihren
Wahlprogrammen fordern jedoch sowohl CDU als auch FDP die Stärkung der Eigenverantwortung der Versicherten. Die FDP hat sich sogar auf eine reine kapitalgedeckte Krankenversicherung festgelegt.
Tipps der Redaktion:
Verwandte Artikel
Tags