Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat in der privaten Altersvorsorge tiefe Spuren hinterlassen. Mehr Bundesbürger lösen Altersvorsorgemodelle auf, noch nie war die Bereitschaft geringer, etwas für das Alter zurückzulegen und jeder dritte Deutsche gibt an, im Alter keinen Cent aus privater Vorsorge zu bekommen. Das sind die Ergebnisse der
Postbank-Studie "Altersvorsorge in Deutschland 2009/2010". Postbank-Vorstand Dr. Michael Meyer warnt, aus der Finanz- und Wirtschaftskrise könne eine langfristige Krise der Altersvorsorge werden.
Zwei Drittel der Befragten gaben an, ihre Einstellung zur privaten Altersvorsorge habe sich durch die Krise verändert. 32 Prozent - also fast ein Drittel - fragen sich, welche Altersvorsorge überhaupt noch sinnvoll ist, und fast ein weiteres Drittel (31 Prozent) gab an, jedes Vertrauen in die private Altersvorsorge verloren zu haben.
Gesunken ist auch die Zahl derjenigen Befragten, die im Alter mit einer
staatlichen Rente rechnen: Waren das 2008 noch 81 Prozent, so rechnen 2009 noch 76 Prozent mit staatlicher Rente oder Pension. Das Institut für Demoskopie Allensbach hat die repräsentative Studie angefertigt, und die Postbank präsentierte die Ergebnisse heute in Berlin. Zum siebten Mal seit 2003.
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