Wenn die
Altersvorsorge nicht ausreicht, um den Lebensstandard zu halten, ist das für die Deutschen kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Pragmatisch würden drei von vier Befragten einen Nebenjob annehmen. Das ist das Ergebnis der
Postbank-Studie "Altersvorsorge in Deutschland 2009/2010".
44 Prozent können sich vorstellen, in diesem Falle länger als bis zum gesetzlichen Rentenalter zu arbeiten. Als dritthäufigste Möglichkeit gaben 16 Prozent der Befragten an, dass sie den Partner um Unterstützung bitten würden.
Auswandern bei geringer Rente scheint für die meisten keine Lösung zu sein. Nur 13 Prozent der Befragten würden sich für diese Option entscheiden. Schon eher würden die Befragten ihr Wohneigentum verkaufen (14 Prozent). Das Wohneigentum beleihen würden dagegen nur neun Prozent. Bei den Befragten, die tatsächlich über Wohneigentum verfügen, würde sich jeder Fünfte für einen Verkauf und jeder Sechste für die Beleihung entscheiden.
Die eigenen Kinder wollen die Wenigsten um Hilfe bitten. Nur fünf Prozent der Befragten würden die eigenen Kinder um Geld bitten. In Haushalten mit eigenen Kinder würden auch nur sieben Prozent die Nachkommen in die Pflicht nehmen. Etwas mehr als früher denkt man 2009 aber an mögliche Unterstützungen durch andere Familienangehörige (2009: 5 Prozent der Befragten, Vorjahr: 3 Prozent).
Aus der Studie der Postbank ging hervor, dass das
Vertrauen in die Altersvorsorge gesunken ist. Durch die Krise haben schon 17 Prozent der Berufstätigen ihre private Altersvorsorge aufgelöst oder reduziert.
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