Vom derzeit niedrigen Zinssatz profitieren auch künftige Wohneigentümer, die ihr Haus über einen Kredit finanzieren wollen. "Die Zinsen für Immobilienkredite sind Anfang Oktober nochmals gesunken. Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung sind unter die Vierprozentmarke gerutscht, kredite mit 15 Zinsbindung kosten weniger als 4,5 Prozent", sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler Hypotheken-Discount gegenüber "Welt online".
Hohe Tilgungsrate, um schneller schuldenfrei zu sein
Wegen der niedrigen Leitzinsen und der hohen Nachfrage nach sicheren Anleihen können die Banken derzeit leicht am Kapitalmarkt Geld für die Immobilienkredite besorgen. Vermittler wie Hypotheken-Discount raten dazu, nicht nur bei den Kreditzinsen zu sparen. Laut "Welt Online" sollte man sich einen möglichst günstigen Anbieter herauszusuchen und die anfängliche Tilgung höher wählen, um schneller schuldenfrei zu sein. Zudem empfiehlt es sich die Zinsen langfristig festzuschreiben.
Versteckte Kosten beachten
Allerdings gilt es auch versteckte Kosten zu beachten. So eigne sich der Effektivzins nicht allein zum Preisvergleich. Bereitstellungszinsen kämen zusätzlich hinzu und können nach Angaben der Direktbank ING-DiBa schnell einen vierstelligen Betrag erreichen. Zudem sollte eine möglichst lange Karenzzeit ausgehandelt werden, bevor die Bereitstellungszinsen für noch nicht abegrufene Darlehensteile fällig werden.
Flexible Tilgungsoptionen vereinbaren
Ebenso können Aufschläge für spätere Sondertilgungen oder den nachträglichen Wechsel des Tilgungssatzes die Finanzierung nachträglich verteuern, schreibt "Welt online". Zudem sollten flexible Tilgungsoptionen im Kreditvertrag vereinbart werden. So sollte ein Kreditvertrag nach einer Gehaltserhöhung schneller zurückgezahlt oder bei Familienzuwachs oder Finanzengpässen der Tilgungssatz verringert werden können.
Generell gilt, dass in den Angeboten genannte Zinskonditionen häufig Lockangebote sind, die an sehr strenge Bonitätsanforderungen geknüpft sind.