Auf Druck der Europäischen Kommission muss sich der niederländische Finanzkonzern ING aufspalten. Er muss sich bis Ende 2013 von allen Versicherungs- und Kapitalanlagegeschäften trennen. Der Konzern muss Bank- und Versicherungsgeschäft voneinander trennen. Diese Forderung bindet die EU an die bereits erhaltenen Staatshilfen. Das berichtet das "Handelsblatt". Die Abspaltung der Versicherungssparte soll durch den Verkauf von Geschäftsteilen sowie Börsengänge erfolgen.
Mit der Aufspaltung der ING geht nun der letzte europäische Allfinanzkonzern mit einem ungefähr gleich großen Bank- und Versicherungsgeschäft dem Ende entgegen. Der niederländische Konzern will die derzeit günstigen Marktbedingungen nutzen und die vom Staat erhaltenen Hilfe zurückzahlen.
Mit dem Verkauf aus neuen Aktien über 7,5 Milliarden Euro sowie Spartenverkäufen will ING die Staatshilfe über zehn Milliarden Euro zurückzahlen. Laut "Handelsblatt" sollen zunächst Wertpapiere über fünf Milliarden Euro vom Staat zurückgekauft werden.
Neben einer Zinszahlung von rund 260 Millionen werde dem Staat für den stark gestiegenen Aktienkurs ein Aufschlag zwischen 333 Millionen Euro und 691 Millionen Euro gezahlt. Zudem muss ING dem Staat für die Absicherung von wertlos gewordenen Wertpapieren eine höhere Gebühr als bislang bekannt bezahlen.
In Deutschland ist ING mit der Direktbank
ING DiBa vertreten.
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