02.12.2009

Banker fordert Regulierung von Gehältern und Boni

Commerzbank-Chef Martin Blessing fordert eine staatliche Regulierung von Managergehältern und Boni. In einem Interview sagte Blessing der "Süddeutschen Zeitung" (SZ): "Man könnte sehr hohe Einkommen stärker besteuern. Die andere Möglichkeit wäre, die Basis für überhöhte Gehälter zu beschneiden, also die Gewinne der Banken durch eine stärkere Regulierung zu begrenzen."

Blessing sprach mit der "SZ" über Lehren aus der Finanzkrise. Dabei erklärte er auch eine stärkere Regulierung des Bankensektors für notwendig. Dies müsse allerdings der Staat tun. Zu einer Selbstregulierung der Banken sagte Blessing: "Ich bin skeptisch, ob eine Branche, die sich ja im Wettbewerb befindet und in der jeder eigene Interessen verfolgt, eine Selbstbeschränkung hinbekommt, die dem Einzelnen weh tut."

Die Commerzbank war im Herbst 2008 selbst in Schwierigkeiten geraten und hatte staatliche Hilfe in Anspruch angenommen. Zum Jahresbeginn 2009 hatte die Commerzbank noch einmal 10 Milliarden Euro erhalten. Im Gegenzug sicherte sich der Staat eine Minderheitsbeteiligung an der Bank.

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