Wer in seinem
Depot Zertifikate der Schweizer Bank UBS hat, muss mit einem vollständigen Verlust des Geldes rechnen. Wie die Verbraucherzentrale Hamburg mitteilt, wurde das Zertifikat UBS Stars Express jetzt vorzeitig und für die Anleger gekündigt. Betroffen seinen nach Angaben der Verbraucherschützer Kunden der
Hamburger Sparkasse (Haspa), die ihren Kunden
auch Papiere von Lehman Brothers verkaufte.
Die Haspa empfahl ihren Kunden Anfang 2007 das jetzt praktisch wertlose Zertifikat mit der Nummer ISIN CH0029405294 als rentable und sichere Anlage. Nach Angaben der Berater basiere das Papier auf zehn soliden Dax-Werten, unter denen sich auch die Hypo Real Estate befand. Den Kunden wurde jedoch verschwiegen, dass weder Zinsen gezahlt werden noch die Rückzahlung des Papiers zum Einstandskurs gesichert ist.
Zudem hat sich die ausgebende Bank UBS ein vorzeitiges Sonderkündigungsrecht für bestimmte Fälle vorbehalten. Dann zahlt sie nur den laufenden Kurs, was für Anleger den sicheren Verlust bedeutet. Tatsächlich verliefen die Kurse des Papiers von Anfang an negativ. Pro Anteil erhalten die Anleger jetzt noch 2,62 Euro, gekauft hatten sie bei einem Kurs von 101 Euro, berichtet die "Hamburger Morgenpost". Die in Aussicht gestellte jährliche Verzinsung von 16 Prozent war unerreichbar.
Die Haspa weist den Vorwurf zurück, falsch beraten zu haben. "Unsere Anlageberater haben selbstverständlich über Chancen und Risiken aufgeklärt", sagt Haspa-Sprecher Rainer Wünsche dem Blatt. Die Hamburger Verbraucherschützer stellen dies jedoch in Frage und kritisieren, dass einige Kunden mit 50 Prozent entschädigt werden, andere aber gar nichts bekommen.
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