Durch falsche Beratung ihrer Bank gehen den Anlegern mindestens 22 Milliarden Euro
Rendite verloren, beklagte der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, in der vergangenen Woche. Auch laut einer Studie des Bundesverbraucherschutzministeriums liegen die Schäden, die durch Beratungsfehler entstehen, zwischen 20 und 30 Milliarden Euro pro Jahr. Das schreibt der "Tagesspiegel".
Bankberatung in der Kritik der Verbraucherschützer
Bei der Falschberatung kritisieren die Verbraucherschützer vor allem ineffiziente Produkte, unverständdliche Verbraucherinformationen, mangelnden Wettbewerb, unfaire Vertriebsmethoden und provsionsgesteuerte Beratungen.
Behörden sollen Bankberatung verstärkt kontrollierenDaher fordern die Verbraucherschützer bei einer Reform der Finanzaufsicht auch die Interessen der Kunden zu berücksichtigen. Die Bankberatung soll stärker durch die Finanzaufsicht kontrolliert werden.
Sanktionen für unseriöse Geschäfte gefordertBislang werden unseriöse Geschäftspraktiken der Banken nur selten sanktioniert. Die Verbraucherzentrale verweist auf den Zertifikatehandel. Die Banken verkauften die
Zertifikate, die meist höhere Risiken bergen als Direktanlagen in
Aktien oder Fonds, als sichere Papiere. Zudem orientierte sich die Senkung der Zinsen für den Dispositionskredit nicht am Leitzins der Europäischen Zentralbank. Verbrauchern wären damit immense Summen an Kreditzinsen erspart geblieben.
Seit Jahresbeginn sind die Banken verpflichtet, bei einem Beratungsgespräch
über die Investition in Wertpapieren ein Beratungsprotokoll anzufertigen.
Tipps der Redaktion: |
Banken |
Festgeld |
Wertpapierdepot vergleichen |
Tipps zur Depoteröffnung| |
Geldanlage |
Tagesgeld |
Girokonto |
Währungsrechner |
Gehaltsrechner |