Die Frankfurter Sparkasse will nahezu alle Lehman-Opfer unter ihren Kunden entschädigt haben. Im November 2009 hatte die Sparkasse Kunden, die Geld mit Papieren der Pleitebank Lehman Brothers verloren haben, angeboten die Papiere zur Hälfte des Nominalwertes zurückzukaufen. Das
Angebot zur Entschädigung galt bis zum 22. Dezember 2009, und 92 Prozent der Betroffenen sollen es angenommen haben.
Die Interessengemeinschaft "Lehman-Geschädigte Frankfurt" bezweifelt diese Zahl jedoch. Im Mittelstandsportal b2b-Deutschland forderte ein Sprecher der Gemeinschaft die Sparkasse auf offenzulegen, wie sie auf dieses Ergebnis gekommen ist. Nach einer eigenen Umfrage unter rund 270 Betroffenen habe nur etwa ein Fünftel das Angebot der Sparkasse annehmen wollen.
Die Frankfurter Sparkasse hatte für die Entschädigung der insgesamt 5.000 Betroffenen ein Budget von 44 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Wer das Angebot angenommen hat, verzichtet aber gleichzeitig auf Schadenersatzklagen gegen die Sparkasse.
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