Wenn die
Krankenkassen ihren Versicherten maßgeschneiderte Versorgung anbieten würden, dann ließen sich die Ausgaben für
Krankengeld um zehn Prozent senken. Das behauptet die Beratungsfirma Steria Mummert Consulting. Immer mehr Beschäftigte in Deutschland seien langfristig arbeitsunfähig, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.
Krankenkassen geben mehr für Krankengeld aus
Um rund zehn Prozent haben die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen für das Krankengeld im vergangenen Jahr zugelegt, so das Ergebnis erster Umfragen. Während die Kurzzeitausfälle seit Jahren abnähmen, steige jedoch der Anteil der lange Zeit kranken Arbeitnehmer. Das liege daran, dass viele Beschäftigte trotz Krankheit weiterarbeiten, bis sie umfallen, erklärt Steria Mummert.
Individuellere Hilfe bei psychischen Krankheiten
Drastisch gestiegen sind vor allem
psychische Krankheiten. Die Krankenkassen bemühten sich daher zunehmend, ihre langzeitkranken Kunden besser zu unterstützen, aber die Krankenkassen könnten noch effektiver handeln, indem sie sich nicht nur auf die Erkrankung konzentrieren, sondern weitaus stärker als bisher den individuellen Fall berücksichtigen, erklärt das Beratungsunternehmen.
Ganzheitliche Steuerung
Derzeit behandelten die Kassen meist alle Patienten mit der gleichen Erkrankung ähnlich. Erste Erfahrungen zeigten jedoch, dass sich die Krankengeldkosten um zehn Prozent verringern lassen, wenn die Steuerung ganzheitlich am Versicherten und an seinem Umfeld ausgerichtet wird, erklärt Steria Mummert Consulting.
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