Der Versicherungskonzern Talanx will ein
Girokonto bei der Bundesbank eröffnen. Der Versicherer habe im Herbst 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, ein Konto bei der Bundesbank beantragt, aber nie Antwort erhalten, heißt es in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). Jetzt klagt Talanx auf formelle Zustellung eines Bescheides.
Das Unternehmen will ein insolvenzsicheres Konto eröffnen. Das Monopol auf solche Konten liege aber bei der Bundesbank. Die Geschäftsbanken in Deutschland sind zwar über die
Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) abgesichert. In der Summe reichten die Rücklagen im Sicherungsfonds aber nicht einmal, um die Insolvenz einer mittelgroßen Bank aufzufangen, kritisiert die Versicherung.
Der Bankenverband bezeichnete gegenüber deer "FAZ" die Vorwürfe des Versicherers als Unterstellung. Der Fonds existiere seit 1976 und habe seither immer funktioniert. Bis 2003 konnten Unternehmen und Versicherungen noch Konten bei der Bundesbank führen. Seither ist das nur noch in Ausnahmefällen möglich. Angesichts der Krise übten aber auch Unternehmen Druck auf die Landeszentralbanken aus, damit diese sich auch Direktkunden öffnen, heißt es in dem Artikel.
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