Das höhere monatliche
Nettoeinkommen, das vielen Arbeitnehmern seit Jahresbeginn zur Verfügung steht, sollten Verbraucher nicht in zusätzliche Finanzprodukte stecken. Mit dem kleinen Mehrbetrag sollte man besser Schulden tilgen oder kleine Rücklagen für Notfälle bilden. Das empfiehlt die Verbraucherzentrale Sachsen.
Statt Unfallversicherung eher Berufsunfähigkeitversicherung wählenDenn viele Versicherer, Kreditinstitute und Vermittler nutzen den monatlichen Mehrbetrag als Werbeargument. Beispielsweise hat die Allianz Versicherung derzeit den Vertrieb von
Unfallversicherungen in den Vordergrund gerückt. Die Verbraucherschützer raten allerdings von der Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr ab. "Der Versicherungsschutz ist bei diesem Produkt im Regelfall nicht ausreichend und die Verzinsung des Sparanteils eher schlecht", sagt Kay Görner, Referent für Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Sachsen. Er rät Verbrauchern stattdessen zu einer privaten
Berufsunfähigkeitsversicherung.
Zudem sei eine private Pflegeversicherung sinnvoll. Verbraucher sollten sich für eine Pflegetagegeldversicherung entscheiden, bei der möglichst hohe Leistungen bei der Pflegestufe 1 erbracht werden.
Besser: Schulden tilgen oder Rücklagen bilden
Wirtschaftlich sinnvoller ist es nach Angaben der Verbraucherschützer mit dem Mehrbetrag eine Kontoüberziehung zu vermeiden, die viele Verbraucher am Monatsende nicht umgehen können. Ebenso könne man mit dem zusätzlichen Netto bestehende
Kredite tilgen. Anschließend sei die Bildung einer finanziellen Rücklage auf einem
Tagesgeldkonto denkbar.
Mit der Einführung des Bürgerentlastungsgesetz zum Jahresbeginn 2010 können die Beiträge zur Krankenkasse und zur Pflegeversicherung von der Steuer absetzen. Daraufhin erhöhte sich bei vielen Arbeitnehmern das Nettomonatseinkommen.
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